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Henkersmahlzeit

Henkersmahlzeit

„Kanonenkugeln“

Blätterteig, köstlich gefüllt mit Pute, Äpfeln und Zwiebeln,
sowie Tomate-Mozzarella. Dazu werden Tunken aus Meerrettichfrischkäse und Kräuterquark gereicht.


„Schwarzpulversuppe“

Karotten-Ingwersuppe
mit hausgebackenem Brot


„Gang zum Schafott“

Der hauseigene Scharfrichter entführt Sie in die Welt der Mägde und Knechte und lüftet so manches Geheimnis der Pulverturmgemäuer.


„Das letzte Mahl“

Ein ganzes gut gebrutzeltes Spanferkel oder ein gegrillter Masttruthahn – vom Henker frisch vom Spieß geschnitten. Geschmackvoll gefüllte Riesenpfanne mit Sauerkraut, Apfelrotkraut, Honigmöhren sowie Kroketten, Königsklößen und Kartoffeln, vollendet mit Majoransoße.


„Dresdner Trichtertrinken“ und „Kugelgießen“

Lassen Sie sich überraschen!


„Zum Schluss der süße Gnadenstoß“

Eine Eispyramide mit kleinem Feuerwerk krönt Ihren „letzten“ Tag.
Verfeinern Sie Ihr Dessert mit Vanille- und Schokoladensoße, gestampftem Apfel, geschlagener Sahne, Eierlikör und allerlei kandierten Krumen.


Die Getränkepauschale zu diesem Menü beinhaltet:
Gerstensäfte vom Fass, rote und weiße Rebsäfte, Softdrinks und Kaffeespezialitäten
gültig für 4 Stunden


Preis:
63,-EUR pro Person / ohne Getränke 45,-EUR pro Person


Henker und Henkersmahl

NarrenhäuselSo sehr er tagsüber geschmäht wurde, umso mehr wurde der Henker des Nachts geehrt. Denn er galt als Heilkundiger und Magier, der das Glück beschwören könne, und hatte stets auch etwas Mystisches an sich.

Im Schutze der Dunkelheit kamen Menschen zu ihm, um sich Tränke brauen zu lassen oder um seinen Rat einzuholen.

Bis ins vorige Jahrhundert hinein schrieb man auch dem Blut von Enthaupteten Heilkräfte zu. Deshalb drängten sich stets Menschenmassen um das Schafott, um das Blut aufzufangen. Ein Knöchelchen eines Gehängten in der Brieftasche hingegen sollte vor Geldsorgen schützen.

Splitter vom Galgen oder Schwert wurden als Glücksbringer hoch gehandelt. Nachdem der Richter das Todesurteil gesprochen hatte, kam dem Angeklagten in der Regel eine Vielzahl von Vergünstigungen zuteil. Er konnte den Kerker gegen eine komfortable Einzelzelle tauschen, sich zu Essen und zu Trinken bestellen was das Herz begehrte und selbst der Wunsch nach weiblicher Gesellschaft wurde erfüllt. Der Grund war aber nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, humanitäre Überlegungen, um dem Angeklagten sein schweres Schicksal etwas zu erleichtern, sondern vielmehr tief verwurzelter Aberglaube.

Die Menschen glaubten, dass bei einer Hinrichtung nur der Körper stirbt, aber nicht die Seele. Ist die Seele zufrieden, geht sie direkt in das Reich der Seelen über; stirbt ein Mensch aber im Zorn, bleibt die Seele auf Erden und will Rache üben. Starke Seelen wie beispielsweise die von Verbrechern können dabei schwere Schäden anrichten. Daher tat man alles, um den Verurteilten zu besänftigen. Ebenso versuchten alle am Tode des Delinquenten beteiligten Personen die Verantwortung zu verschieben: Der Richter übergab den zum Tod Verurteilten an einen Nachrichter und entledigte sich so der Verantwortung, dieser beschuldigte den Henker, welcher sich wiederum bei seinem Opfer entschuldigte und dem Richter die Schuld gab. Im alten Athen wurde sogar nach der Tat das Beil vor Gericht gestellt, für schuldig befunden und anschließend verbrannt oder im Meer versenkt.

Die Angst vor der Rache des Toten war auch der Grund dafür, warum Henker bevorzugt während des letzten Gebets des Angeklagten zuschlugen. Denn wer betet, kann nicht zürnen …

Pulverturm an der Frauenkirche
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